Michaeligasse 10
Hausgemachter Sturm aus eigener Fermentierung wird von knusprigen Grammelpogatscherln die Kehle hinunter begleitet.
Leichthändig zwischen Jazz und Pop manövrieren der Anarcho-Chansonnier Willi Landl und der Pianist Michael Hornek. Willi Landl ist ein Überzeichner, Übertreiber und Verdichter und kann Worte wie Hosenboden, Käseigel oder Nagellacksäufer nicht nur singen, sondern poetisch adressieren. Michael Hornek hat die Gabe, sich mindestens so harmonieverströmt wie verrückt geworden in Stücke zu versenken. Seine Klaviatur switcht dabei zwischen Brecht, Hollywood, Zappa, Schubert, Dracula, Jazz und Dekonstruktionsmassaker.
Im Workshop lernen die Teilnehmenden, wie aus Algen ein neuartiges Garn entsteht. Wir arbeiten mit Natriumalginat, einem Stoff aus der Braunalge, der vielseitig formbar ist und schon lange genutzt wird. Die Algenmasse lässt sich gießen, fädeln und verweben – sie passt sich unseren Bedürfnissen an, praktisch und schön. So verwandelt sich der Innenhof in einen Algengarten – ein spielerisches Labor zwischen Natur, Material und Gestaltung. Eine Pflanze für jedes Leiden und eine Lösung für jeden Bedarf.
Dieser Workshop ist als geschlossene Veranstaltung für eine Schulklasse konzipiert.
Die Ruam Buam – bekannt für ihre unverwechselbare Besetzung aus drei Posaunen, Steirischer Harmonika und Helikon – treffen auf die vielseitige Sängerin Antonia Wilfinger. Gemeinsam präsentieren sie ungehörte Neuinterpretationen beliebter Songs, die von Austropop-Klassikern bis zu groovigem Soul reichen. Die bewussten Stilbrüche zwischen Volksmusik, Pop und anderen Genres sorgen für Überraschungen und lassen Bekanntes in neuem Licht erscheinen.
Stimme und Erde begegnen sich. Im Atem zentriert, entfaltet sich Klang – frei und resonant. Am Töpferrad findet der Ton dieselbe Mitte: gesammelt, geerdet, bereit, Gestalt anzunehmen.
In diesem Workshop verweben wir Stimme und Ton, Atem und Hände. Ein Raum, um Balance zu erfahren, Form entstehen zu lassen – und im eigenen Zentrum Schwingung und Gestalt miteinander verschmelzen zu lassen.
Ablauf:
09:00 – 10:30
Körperhaltung und Atmung
10:45 – 12:15
Gefäß formen an der Töpferscheibe (Lehm vom Haus)
12:15 – 13:00
Mittagspause (Selbstverpflegung)
13:00 – 14:30
Stimme entfalten und Singen
14:30 – 16:00
Gefäß gestalten und vollenden
* Limitierte Teilnehmeranzahl!
* Bequeme, leicht zu waschende Kleidung tragen
* Teilnahmegebühren: 120 € (ohne Brennkosten)
Jetzt anmelden:
angelika.nair@gmail.com
0664 503 12 80 (auch WhatsApp)
Höhen* und Tiefen* mit Julia Walk, Michael Walk und Tobias Lugitsch verbindet gemeinsames Essen und Zithermusik mit einer Auseinandersetzung über geologische, psychische und kulinarische Höhen und Tiefen.

* Höhe kann den senkrechten Abstand eines Punktes über einem festgelegten Bezugshorizont, in der Regel über dem Meeresspiegel, bezeichnen.
* Höhe kann den senkrechten Abstand von der Tischkante bis zur Oberkante des Butterblocks bezeichnen.
* Tiefe kann den senkrechten Abstand von einem festgelegten Bezugspunkt (meist Erdoberfläche oder Meeresspiegel) bis zu einem Punkt im Erdinneren bezeichnen.
* Tiefe kann die Komplexität, Vielschichtigkeit und Nachhaltigkeit eines Geschmacks bezeichnen.
Treffpunkt: Graz Hbf (Busbahnhof)
Rückfahrt: 16:00
Für den Shuttlebuss verbindliche Anmeldung erforderlich - hier anmelden
Zutaten: DJ, Weizenmehl, Tomaten, Mozarella, Gartenkräuter
Kuratorenführung
Eine imaginäre Reise, angetrieben von der langgehegten Sehnsucht eines Binnenlands: Mit urgeschichtlichen Funden, historischen Reiseberichten und literarischen Ausflügen im Gepäck zeigt diese Lesung, warum das Meer, allen voran der „eigene“ Zugang zur Adria, österreichische Projektionsfläche für Freiheitsdrang, Abenteuerlust und imperialistisches Freizeitverhalten wurde. Die Reise beginnt vor Millionen von Jahren als Hartberg noch auf dem Urmeeresgrund lag. Die Reise endet dort, wo Österreich tatsächlich einmal einen Hafen hatte. An der Adria, einer (Urlaubs-)Region, an der sich immer schon die Geister schieden: für die einen Inbegriff sommerlicher Erholung, für die anderen „nix wia a Salzwasser…“ - vorgetragen von der Radiomoderatorin Marlene Nowotny und dem Schauspieler Martin Bermoser.
The performance Songs of Sediment reflects on the relationship between bodies and the earth beneath. Andrea Gunnlaugsdóttir, Claudia Lomoschitz and Crystal Wall will sing songs for the soil and invite visitors to unearth secrets and dig out spells. When we dig, we dig through time. What does the earth uncover about ourselves? The performers reveal hidden truths and connect to the past, while reading into the archives of earth and its soil memories.
digging through time
echoes of the ocean
a murmur, a tingle
burnt sienna, golden umber
ancient muddy grey
reverberating layers of song
salty sediments
pigments of fire
the smell of moist soil