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Haus Lebt 2025

Wish You Were Here


18.9.–21.9.2025
Hartberg

Michaeligasse 10

Ausstellung und Barbetrieb: täglich 11–22 Uhr


Eine Kooperation mit dem steirischen herbst ’25

In einem historischen Gebäude verschmelzen geschichtliche Erzählungen und Zukunftsvorstellungen zu einer symbiotischen Gegenwart. Tiefe geologische Schichten eröffnen neue Denkräume über Zeit, Kontinuität und Wandel und schicken die Besucherinnen auf eine Reise durch den Blätterteig der Zeit.

Haus & Ausstellung

Valentin Aigner, Simon Brugner, Karin Cheng, Johannes Gruber, Andrea Gunnlaugsdóttir, Petra Hinterleitner, Sebastian Lehner, Noah Löffler, Claudia Lomoschitz, Aki Namba, Natalia Szeier, Suchart Wannaset, Crystal Wall

Programm

Eintritt: Freiwillige Spende

Hausgemachter Sturm aus eigener Fermentierung wird von knusprigen Grammelpogatscherln die Kehle hinunter begleitet.




Leichthändig zwischen Jazz und Pop manövrieren der Anarcho-Chansonnier Willi Landl und der Pianist Michael Hornek. Willi Landl ist ein Überzeichner, Übertreiber und Verdichter und kann Worte wie Hosenboden, Käseigel oder Nagellacksäufer nicht nur singen, sondern poetisch adressieren. Michael Hornek hat die Gabe, sich mindestens so harmonieverströmt wie verrückt geworden in Stücke zu versenken. Seine Klaviatur switcht dabei zwischen Brecht, Hollywood, Zappa, Schubert, Dracula, Jazz und Dekonstruktionsmassaker.




Foto: Simon Brugner




Im Workshop lernen die Teilnehmenden, wie aus Algen ein neuartiges Garn entsteht. Wir arbeiten mit Natriumalginat, einem Stoff aus der Braunalge, der vielseitig formbar ist und schon lange genutzt wird. Die Algenmasse lässt sich gießen, fädeln und verweben – sie passt sich unseren Bedürfnissen an, praktisch und schön. So verwandelt sich der Innenhof in einen Algengarten – ein spielerisches Labor zwischen Natur, Material und Gestaltung. Eine Pflanze für jedes Leiden und eine Lösung für jeden Bedarf.

Dieser Workshop ist als geschlossene Veranstaltung für eine Schulklasse konzipiert.




Die Ruam Buam – bekannt für ihre unverwechselbare Besetzung aus drei Posaunen, Steirischer Harmonika und Helikon – treffen auf die vielseitige Sängerin Antonia Wilfinger. Gemeinsam präsentieren sie ungehörte Neuinterpretationen beliebter Songs, die von Austropop-Klassikern bis zu groovigem Soul reichen. Die bewussten Stilbrüche zwischen Volksmusik, Pop und anderen Genres sorgen für Überraschungen und lassen Bekanntes in neuem Licht erscheinen.

Fotos: Voices of Spirit, Erich Brunner




Stimme und Erde begegnen sich. Im Atem zentriert, entfaltet sich Klang – frei und resonant. Am Töpferrad findet der Ton dieselbe Mitte: gesammelt, geerdet, bereit, Gestalt anzunehmen.

In diesem Workshop verweben wir Stimme und Ton, Atem und Hände. Ein Raum, um Balance zu erfahren, Form entstehen zu lassen – und im eigenen Zentrum Schwingung und Gestalt miteinander verschmelzen zu lassen.

Ablauf:

09:00 – 10:30    Körperhaltung und Atmung
10:45 – 12:15    Gefäß formen an der Töpferscheibe (Lehm vom Haus)
12:15 – 13:00    Mittagspause (Selbstverpflegung)
13:00 – 14:30    Stimme entfalten und Singen
14:30 – 16:00    Gefäß gestalten und vollenden


* Limitierte Teilnehmeranzahl!
* Bequeme, leicht zu waschende Kleidung tragen
* Teilnahmegebühren: 120 € (ohne Brennkosten)

Jetzt anmelden:
angelika.nair@gmail.com
0664 503 12 80 (auch WhatsApp)

Fotos: Petra Jandl, Angelika Nair




Höhen* und Tiefen* mit Julia Walk, Michael Walk und Tobias Lugitsch verbindet gemeinsames Essen und Zithermusik mit einer Auseinandersetzung über geologische, psychische und kulinarische Höhen und Tiefen.



* Höhe kann den senkrechten Abstand eines Punktes über einem festgelegten Bezugshorizont, in der Regel über dem Meeresspiegel, bezeichnen.

* Höhe kann den senkrechten Abstand von der Tischkante bis zur Oberkante des Butterblocks bezeichnen.

* Tiefe kann den senkrechten Abstand von einem festgelegten Bezugspunkt (meist Erdoberfläche oder Meeresspiegel) bis zu einem Punkt im Erdinneren bezeichnen.

* Tiefe kann die Komplexität, Vielschichtigkeit und Nachhaltigkeit eines Geschmacks bezeichnen.




Treffpunkt: Graz Hbf (Busbahnhof)
Rückfahrt: 16:00

Für den Shuttlebuss verbindliche Anmeldung erforderlich - hier anmelden

Foto: Johanna Lamprecht




Zutaten: DJ, Weizenmehl, Tomaten, Mozarella, Gartenkräuter

Foto: Christian Tietge




Kuratorenführung




Eine imaginäre Reise, angetrieben von der langgehegten Sehnsucht eines Binnenlands: Mit urgeschichtlichen Funden, historischen Reiseberichten und literarischen Ausflügen im Gepäck zeigt diese Lesung, warum das Meer, allen voran der „eigene“ Zugang zur Adria, österreichische Projektionsfläche für Freiheitsdrang, Abenteuerlust und imperialistisches Freizeitverhalten wurde. Die Reise beginnt vor Millionen von Jahren als Hartberg noch auf dem Urmeeresgrund lag. Die Reise endet dort, wo Österreich tatsächlich einmal einen Hafen hatte. An der Adria, einer (Urlaubs-)Region, an der sich immer schon die Geister schieden: für die einen Inbegriff sommerlicher Erholung, für die anderen „nix wia a Salzwasser…“ - vorgetragen von der Radiomoderatorin Marlene Nowotny und dem Schauspieler Martin Bermoser.




The performance Songs of Sediment reflects on the relationship between bodies and the earth beneath. Andrea Gunnlaugsdóttir, Claudia Lomoschitz and Crystal Wall will sing songs for the soil and invite visitors to unearth secrets and dig out spells. When we dig, we dig through time. What does the earth uncover about ourselves? The performers reveal hidden truths and connect to the past, while reading into the archives of earth and its soil memories.

digging through time
echoes of the ocean
a murmur, a tingle
burnt sienna, golden umber
ancient muddy grey
reverberating layers of song
salty sediments
pigments of fire
the smell of moist soil




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Neuigkeiten, Einblicke und Ausblicke - die Anmeldung ist jederzeit widerrufbar.

2024: Greetings from the Past

Andreas Stangl (23.9.2024). Ein altes Haus als Zeitmaschine beim steirischen herbst. Salzburger Nachrichten.

Mit Leonie Bramberger, Simon Brugner, Traude Brugner, Euroteuro, Dominik Flammer, Florian Gantner, Johannes Gruber, Petra Hinterleitner, Petra Jandl, Alfred Lang, Serena Lee, Tobias Lugitsch, Noah Löffler, Aki Namba, Simon Oberhammer, Anna Orbanic, Henriette Prantl-Pieber, Leo Riegler, Wolfgang Zemanek

2023: Ausgrabung, Ausschank, Aufführung

Mit Valentin Aigner, Simon Brugner, Sepp Fink, Petra Hinterleitner, Katerina Kunzová, Die Langtaucher, Männergesangverein Hartberg, Madeleine Nostitz, Simon Oberhammer, Die Rabtaldirndln und Monika Klengel, Ferdinand Schmalz, Perihan Seifried, Svolikova x KIKI POP, Roswitha Weingrill

2022: Über die Zeit, das Unfertige und das Entstehende

Ruth Weismann (19.9.2022). Schicht für Schicht: Ein verlassenes Haus wird zum Leben erweckt. Augustin.

Alexandra Föderl-Schmid (14.10.2022). Unsere Baustelle: Robert Menasse über „Die Erweiterung“. Süddeutsche Zeitung.

Mit Valentin Aigner, Zaid Alsalame, Simon Brugner, eSeL (Lorenz Seidler), Peter Haimerl, Petra Hinterleitner, Georg Holzmann, Sebastian Lehner, Robert Menasse, Aki Namba, Madeleine Nostitz, Marlene Nowotny, Simon Oberhammer, Georg Petz, Lena Rucker, Evelyn Schlag, Leopold Toifl, Barbara Wonisch, Klaus Zeyringer

2021:

Wojciech Czaja (24.10.2021). Barockhaus in Hartberg: „Ist, als würde man ein Überraschungsei aufmachen“. Der Standard.

Mit Valentin Aigner, Simon Brugner, Vivid Consort, Wojciech Czaja, Norbert Gstrein, Petra Hinterleitner, Georg Holzmann, Perihan Keles, Günter Koberg, Tarek Leitner, Lydia Mischkulnig, Madeleine Nostitz, Marlene Nowotny, Simon Oberhammer, Die Rabtaldirndln, Ilija Trojanow, Marie Vermont, Elsbeth Wallnöfer, Barbara Wonisch, Klaus Zeyringer

















1834:
„Lieber Bruder!“

„Vergeßt aber ja nicht in euren frohen Stunden an den ferne von euch lebenden, keine Freude mit euch theilen könnenden Johann, der, ganz sich selbst überlassen, vielleicht noch lange wird suchen müssen, bis es ihm glücken wird eine eigene Hand zu finden; O! Ihr wißt es nicht, wie wehe es manchmal thut, sich immer nur für fremde Menschen zu plagen, und dafür sehr oft mit Undank belohnt zu werden, wie sehr es schmerzt wenn gefühllose Menschen im Uiberfluß leben, während sie ihren Arbeitern den kargen Bissen beneiden, der Ihnen das sclavische Leben zum weiteren Dienste erhalten muss. [...] Wenn ich wüßte, daß die Mühe und Unkosten nicht umsonst wären, so würde ich es wagen, ein Gesuch einzureichen, denn daß ich nicht sollte leben können in Hartberg daß glaube ich nicht. [...] Dein dich liebender Bruder Johann Kottmayr. Brünn am 20ten August 1834.“

Aus einem Brief an den im Haus lebenden Tuchscherer Anton Kottmayr.
Haus um 1900

„Unter diesem Himmel / leben wir immer noch.“


H. M. Enzensberger